Fugen im Parkett

 

Fugen im Parkett

 

Parkett wird nach DIN 280 mit einer Holzfeuchte von 9 % +/- 2 % geliefert und soll auch so

eingebaut oder verlegt werden. Diese Holzfeuchte entspricht einem Raumklima von

20 – 22 °C und 55 – 60 % relativer Luftfeuchtigkeit.

Das zuvor erwähnte Normalklima soll im Jahresdurchschnitt erreicht werden. Im Laufe eines

Jahres schwankt die relative Luftfeuchte in Innenräumen zwischen 50 % und 70 % im

Sommerhalbjahr und zwischen 30 % und 55 % im Winterhalbjahr. Dementsprechend ist eine

Veränderung des Naturproduktes Holz unausbleiblich, denn im Sommer wird das Parkett

quellen und im Winter schwinden.

 

Die Holzfeuchte versiegelter Holzfußböden unterliegt im Jahresverlauf natürlichen

Schwankungen von durchschnittlich 4 %. Praxiserfahrungen und wissenschaftliche

Untersuchungen belegen, dass Fugen bei Holzfußböden mit niederer Einbaufeuchte im

gleichen Maße bzw. sogar verstärkt auftreten. Diese Fugen werden erst in der zweiten

Trockenphase sichtbar, nach einer vorausgegangenen sommerlichen Quellungsphase.

Daraus ergeben sich folgende Richtwerte, dass Fugen bei Holzfußböden in zentral beheizten

Räumen mit maximalen Breiten bis zu ca. 3 mm bei Dielenböden, ca. 1 mm bei Stabparkett,

ca. 0,3 mm bei Mosaikparkett durch jahreszeitliche Feuchteschwankungen bedingt sind und

toleriert werden müssen.

 

Die auftretenden Fugenbreiten können auf zirka die Hälfte reduziert werden, wenn ein

Absinken der relativen Luftfeuchte während der Heizperiode auf unter 45 % bis 50 %

relativen Luftfeuchtigkeit durch Betreiben von Luftbefeuchtungsgeräten nachhaltig vermieden

wird. Vollständige Verhinderung von Quellung und Schwindung und damit Vermeidung von

Fugenbildung ist nur durch ganzjährige Vollklimatisierung der Räume z.B in Museen, etc.

möglich.

 

Die Praxis zeigt, dass in Räumen mit Fußbodenheizung nahezu doppelt so große Quell- und

Schwindbewegungen und Fugen an Holzfußböden auftreten wie in zentral beheizten

Räumen. Die Ursache dieses Phänomen ist das bedingte Absinken der relativen

Luftfeuchtigkeit an der erwärmten Fußbodenoberfläche, wodurch das Parkett im Winter

stärker austrocknet. Es ergibt sich eine jahreszeitliche Holzfeuchteschwankung, die nahezu

doppelt so groß ist wie bei unbeheizten Fußböden.

Deshalb ist bei Parkett auf Fußbodenheizung grundsätzlich mit verstärkter Fugenbildung zu

rechnen. Die oben angegebenen zu tolerierenden Fugenbreiten sind für Parkett auf

Fußbodenheizung zu verdoppeln.

 

 

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